Ferienhauskatalog Ostsee

Traditionsreiche Hansestädte an der deutschen Ostsee: Das Kulturerleben in Lübeck und Greifswald


Das Holstentor in Lübeck
Holstentor 1, Foto: Marion Granel / pixelio.de

Zwischen ihnen liegen 178 km Luftlinie und mit den Inseln Poel, Hiddensee und Rügen sowie dem Fischland-Darß-Zingst die ganze geballte Schönheit der südlichen deutschen Ostseeküste. Doch auch die beiden altehrwürdigen Städte selbst, mit ihrer jeweils Jahrhunderte langen und ereignisreichen Geschichte sowie ihren zahlreichen architektonischen wie kulturellen Sehenswürdigkeiten, sind zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert. Die ältere und größere von beiden ist Lübeck im südlichen Holstein mit etwa 210.000 Einwohnern und erstmaliger urkundlicher Erwähnung im Jahr 1076. Doch auch die ursprünglich vermutlich slawische oder dänische Siedlung, die ab 1248 den Namen Greifswald trägt, ist heute mit ihren knapp 55.000 Einwohnern ein bedeutendes wirtschaftliches wie kulturelles Zentrum der umliegenden Region Vorpommern.

Beide Städte waren lange Zeit ihre Bestehens Mitglieder im berühmten Handelsbund, der Hanse; Lübeck sogar als quasi Hauptstadt der Vereinigung von Kaufleuten und Städten. In der „Stadt der sieben Türme“ fanden auch die meisten Hansetage als regelmäßige Zusammenkünfte des Seehandelsbundes statt. Greifswald beherbergte zwar 1361 ebenfalls einen der ersten Hansetage, allerdings war der Hafen der Stadt jedoch auf lange Sicht zu klein, um mit den anderen und größeren Hansestädten konkurrieren zu können. Durch die Universitätsgründung im Jahr 1456 erlangte die Stadt jedoch kurze Zeit später überregional anhaltende wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung. Heutzutage ist Greifswald auch Sitz des Landesverfassungs-, des Oberverwaltungs- und des Finanzgerichts Mecklenburg-Vorpommern.

Lübeck ist weltweit vor allem für sein bereits seit dem Mittelalter dort hergestelltes Marzipan berühmt. Alles über die Geschichte dieser süßen lokalen und von der EU per geographischer Herkunftsbezeichnung geschützten Spezialität, kann man z.B. auf der Marzipan-Show im Lübecker Marzipan-Speicher während März und Dezember erfahren. Fast genauso berühmt ist auch die gesamte, seit 1987 als UNESCO-Weltkulturerbe geschützte Lübecker Altstadt: Das Rathaus, das Burgkloster, das Koberg-Viertel- prachtvolle Patrizierhäuser- die Petrikirche, der Dom, das Holstentor, das Kaisertor und die Salzspeicher am linken Traveufer sind sehr beliebte Besuchsziele und Fotomotive der vielen Gäste der Stadt. Theaterfreunde haben in Lübeck auch eine große Auswahl an städtischen und unabhängigen Häusern. Alles über aktuelle Ausstellungen der vielen Lübecker Museen kann man bei der Kulturstiftung der Hansestadt Lübeck erfahren, welche die Geschäftsführung für alle städtischen Museen inne hat.

Blick auf den Dom und das Rubenow-Denkmal in Greifswald
Denkmal, Foto: Reinhard Grieger / pixelio.de

Doch auch das kleinere Greifswald braucht sich in punkto kultureller Vielfalt keineswegs zu verstecken. So bietet etwa das bereits im Jahr 1766 gegründete Theater Vorpommern ein reichhaltiges Repertoire aus den Bereichen Schauspiel, Ballett, Konzerte, Oper, Operette und Musical. Das Pommersche Landesmuseum begeistert Kunstfreunde mit thematisch unterschiedlichsten Dauer- und Einzelausstellungen und die von der Backsteingotik des 13. Jahrhunderts geprägte Greifswalder Altstadt lädt mit ihren prächtigen Fassaden jederzeit zu einem längeren Stadtbummel ein. Durch seine lange universitäre und studentische Tradition, weist Greifswald auch ein reges Nachtleben mit vielen Bars, Restaurants und Kulturveranstaltungen auf. Internationale Festivals und jährlich regelmäßige Events wie etwa das Kulturfestival „Nordischer Klang, der deutsch-polnische “polenmARkT”, die Bachwoche, die Musiknacht, die „Eldenaer Jazzevenings“ , das Fischerfest „Gaffelrigg“ und das zweijährliche Greifswald International Students Festival sorgen für Kurzweil in allen Jahreszeiten.

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